Nachtraeglicher Reisebericht vom Juni 2017/ Belated travel report from June 2017

Nachtraeglicher Reisebericht vom Juni 2017

Ich dachte mir, dass es euch vielleicht interessiert ein paar Fotos von meinem Urlaub mit meinem Freund in Ostuganda, Ruanda und Suedwestuganda zu sehen und ein wenig von unseren Erlebnissen zu erfahren. Deshalb nun hier ein Reisebericht, der Einfachheit halber in Stichpunkten.

map with pfeile

blauer Pfeil: Mbale

Lila Pfeil: Kigali

Roter Pfeil: KabaleGruener Pfeil: Rukungiri

 

Ziel 1: Mbale

Aufenthaltsdauer: 3 Tage

Aktivitaeten:

  • Erkunden der Stadt
  • Wanderung den Berg hinauf, Mbale liegt unweit des Gebirges ”Mount Elgon”, bei unserer Tagestour haben wir natuerlich nur einen ganz kleinen Teil des Gebirges gesehen, aber als Eindruck hat das uns gereicht.
  • Besuch beim Kaffeerestaurant in der Stadt

Highlights (aus meiner Sicht):

  • Unsere Unterkunft
  • Noch nie gegessene Soyabrezel
  • der abwechslungsreiche Weg den Berg hinauf
  • die vielen unterschiedlichen Wasserfaelle, mit denen ich nicht gerechnet hatte ,weil ich solche bisher noch nicht in Uganda gesehen habe (außer die Murchison Falls Waserfaelle)
  • Fussballspiel an einer Strasse mitten auf dem Berg
  • die Aussicht(en)
  • Eiskaffee (hoffentlich) aus “Kaffeebohnen von Bauern aus dem Gebirge” getrunken, da wird sich meine Mutti wundern, wenn sie das liest, da ich eigentlich keinen Kaffee trinke
  • Wandkarte “Geschichte des Kaffees” und ansprechende Inneneinrichtung des Kaffeerestaurants
  • Die guenstigen Preise fuer Essen und Unterkunft

Das habe ich (denke ich) gelernt:

  • Manchmal ist es unnoetig teure Landkarten zu kaufen und schwere Reisefueher, die man am Ende eh nicht benutzt. Ohne Reisefueher ist der Ueberraschungseffekt und auch der Spasseffekt (zumindest bei mir) meist groesser, falls man ma was nachschauen will, tut es Internet auf dem Handy auch und ist leichter zu transportierten
  • Wenn man den Nationalpark nicht betritt, muss man nicht immer einen Reisefuehrer ordern, auf eigene Faust erkunden ist interessant und man kommt mehr in Kontakt mit den Anwohnern
  • Ich dachte erst, das Gebirge sei unbewohnt. Das hat sich als unwahr herausgestellt, es gibt dort viele Doerfer und teilweise Strassen, die besser ausgebaut sind, als in Kampala
  • Dass es in Uganda Reisfelder gibt

 

Anekdoten:

  • Ich war stolz darauf, dass ich meine 2 Woerter Lugiso (Danke, Wanyalanabe und guten Morgen, Wakuni orie), die mir unsere Reinigungskraft bei Little Light beigebracht hat, anwenden konnte
  • Nachdem wir die erste Nacht in unserem Hotel verbracht haben, meinte die Besitzerin am naechsten Abend, dass das Haus, indem wir unser Zimmer hatten, eigentlich gar nicht mehr vermietet wird (was wohl auch der Grund dafuer war, dass das Wasser nicht funktionierte). Daraufhin erhielten wir dann fuer die 2. Nacht ein Riesenzimmer mit Badewanne und grossem Balkon sowie Wandschrank, in dem wir haetten Verstecke spielen koennen; und das zum gleichen (guenstigeren) Preis, den wir fuer das andere zimmer bezahlt haetten!

 

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Ziel 2: Kigali (Hauptstadt von Ruanda, einem der Nachbarlaender Ugandas)

Aufenthaltsdauer: 1 Woche

Aktivitaeten:

  • Erkunden des Stadtzentrums
  • Besteigen eines Bergs in der Stadt
  • langer Spaziergang zum Convention Centre
  • vergebliche Suche nach einer Textilfirma
  • Besuch des Genozid Museums
  • Besuch der oeffentlichen Bibliothek
  • Besuch eines Ingenieurs und IT Labors

Highlights (aus meiner Sicht):

  • Wiedersehen mit Tasimmó, einem von Jacobs Freunden, den ich im November zum letzten Mal gesehen habe und der auch vegan lebt und interessante Ansichten zum Buddhismus und ueber das Leben allgemein hat. Er hat mich waehrend unseres Aufenthaltes ein Stueck naeher zu mir selbst gebracht
  • Fruehstueck mit Riesensuesskartoffel, Muffins und Buttermilch
  • Die Videoausstellung ‘History of Black Music’ in der oeffentlichen (und mega modernen) Bibliothek, ich wuenschte, ich haette mehr Zeit gehabt mir alle Videos anzuschauen
  • Die letzte Nacht in Kigali, in der wir zu dritt bis um 2 in der Nacht das Brettspiel ‘the rat race’ gespielt haben. Bei dem Spiel geht es darum sein Geld so zu investieren, dass das eigene Passiveinkommen grosser ist als das Aktiveinkommen (das eigene Angestelltengehalt) und man somit nicht mehr arbeiten muss. Es ist ein sehr realitaetsnahes Spiel und lehrreicher als Monopoly.

Das habe ich (denke ich) gelernt:

  • Ruanda ist bezueglich des Einsparens von Plastiktueten sehr viel weiter als wir in Deutschland, im Supermarkt und auf dem Gemuesemarkt gibt es alles in Papiertueten
  • in Kigali gibt es kaum Strassenverkauefer, wie ich sie aus Kampala kenne, und damit auch weniger Essens-Gerueche, es gibt nicht so viel Musik auf den Strassen wie in Uganda, es ist generell leiser (weniger Strassenlaerm etc.), in diesen Aspekten hatte ich das Gefuehl, dass mich Kigali ganz gut auf Deutschland vorbereitet hat. Als ich wieder in Uganda war, viel mir erst mal auf, was ich alles in Ruanda vermisst hab und warum ich mich da manchmal komisch, ja, fast ‘leer’ gefuehlt habe, das lag, glaube ich, an weniger Sinneseindruecken
  • Bodabodas gibt es auch, aber sie nehmen nur maximal eine Person mit und sowohl Fahrer als auch Passagier tragen Helme
  • Im Museum habe ich mehr ueber den Genozid in Ruanda und ueber andere Genozide in der Welt gelernt , zum Beispiel den Genozid, den Deutschland in Namibia zur Kolonalzeit verursacht hat und Genozide in Albanien und dem Balkan
  • ich habe mehr ueber die Musikgeschichte in verschiedenen Teilen Afrikas, Suedamerikas und von afroamerikanischen Musikern gelernt (in der Bibliothek)
  • Tasimmó hat mir geholfen das Leben im Hier und Jetzt zu verinnerlichen
  • Ich habe gelernt, dass es besser ist, mit Schwung ueber ein Hinderniss drueberzuspringen als zu langsam und den Berg hinunter zu rennen als zu schleichen
  • In lokalen Restaurants in Kigali kann man sich Essen am Buffet selbst holen
  • Ruander kochen Bohnen, nicht wie in Ugander, ohne Sosse, das war mir teilweise zu trocken
  • Ich wusste nicht, dass es Ampeln gibt, wo angezeigt wird, in wievielen Sekunden die Ampel umschaltet

Anekdoten:

  • An der Grenze von Uganda nach Ruanda hat der ugandische Grenzoffizier vergessen meinen Pass abzustemplen, da musste ich dann wieder zurueck und hab die Grenze somit 2 mal ueberquert. Der ganze Reisebuss musste auf mich warten
  • Auf unserem Tagesmarsch zum Huegel war ich mega demotiviert und bin hinter den Jungs hergeschlichen, im Nachhinein ist es mir peinlich, wenn ich mich daran erinnere, wie ich die beiden an diesem Tag genervt haben muss
  • Berg hoch sind wir einen mega umstaendlichen Weg mitten durch den Wald gelaufen und haben uns gefuehlt wie echte Bergsteiger, als wir oben ankamen, stellate sich heraus, dass es eine Hauptstrasse den Berg hinauf gab, die nicht mal besonders steil war
  • Berg runter sind wir dann natuerlich wieder ueber eine steile Abkuerzung, wir waren schon fast unten, als es nochmal richtig steil runter ging (meiner Empfindung nach). Ich natuerlich wie eine Schildkroete den sandigen Weg runter, einen Fuss nach dem anderen. Da hab ich mich ziemlich daemlich gefuehlt, als uns ein ca. 14 jaehriges Maedchen ueberholt hat, mit nem 20 Liter Wasserkanister in der Hand und Flipflops anstelle von Wanderschuhen ist sie den Weg runtergesprintet

 

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Ziel 3: Kabale

Aufenhaltsdauer: 2 Tage

Aktivitaten:

  • Abendspaziergang
  • Wanderung zum Lake Bunyonyi
  • Spontane Bootstour und Besichtigung der ‘Island of the Sky’ (Insel des Himmels), eine von ca. 29 Inseln im Lake Bunyonyi

Highlights (aus meiner Sicht):

  • endlich mal wieder Ugandisch abendessen
  • zum ersten Mal in Uganda Loewenzahn sehen
  • kuehle Luft, Kabale ist der kaelteste Ort, den ich bisher in Uganda erlebt habe, gut, dass ich meine Jacke dabei hatte, haette ich mehr Naechte dort verbracht, waere es mir bestimmt unangenehm gewesen
  • Aussicht auf die Inseln

Das habe ich (denke ich) gelernt:

  • Laut Bootsfueher ist Lake Bunyonyi der dritttiefste See der Erde und zweittiefste See Afrikas
  • Es gibt einheimische und importierte Arten von der Getreideart Sorghum (aus der meine Gastmutti Porridge und ein Getraenk macht, das sie in ihrem Laden verkauft)
  • Lake Bunyoni ist sehr touristsisch, das meiste Land um den See dort gehoert Hotels, Resorts und der Regierung
  • Um den See gibt es viele Crested Cranes, die Nationalvoegel Ugandas, die ich bisher noch nicht oft gesehen habe

Anekdoten:

  • Jacob und ich sassen auf einer Holzlatform am Seeufer, Jacob war das unangenehm, weil er meinte, man wisse nie, was aus dem Wasser kommt, vielleicht gibt es im See Krokodile, der Bootsfuehrer meinte spaeter auf unsere Frage, dass es dort keine Krokodile gibt (was nicht heisst, dass es in Uganda keine Krokodile gibt, man kann sie in einigen Nationalparks sehen, sie leben vor allem am Nil, da ist die Bezeichnung Nilpferd zutreffend
  • Kurz bevor wir die Insel verlassen wollten, entdeckten wire in neu gebautes Hotel am Seeufer und wollten uns das naeher anschauen. Da unser Boot aber schon ablegebereit war, haben wir das dann doch nicht gemacht. Kaum abgelegt, erzaehle uns der Bootsfuehrer das das Hotel kuerzlich von Kansiime gebaut wurde. Kansiime ist eine beruehmte ugandische Komikerin, wir hatten Sketsche von ihr auf dem Bildschirm im Bus nach Ruanda gesehen. Der Touristenfuehrer meinte, dass sie sogar gerade im Hotel sein muesste. Jacob und ich habern uns dann geaergert, dass wir sie nur knapp verpasst hatten.
  • Am Morgen unserer Abreise aus Kabale viel mir auf der Karte auf, dass Rukungiri, die Heimatstadt meiner Gasdtfamilie gar nicht weit entfernt war. Meine Gastmutti schrieb mir 2 Tage zuvor, dass sie einige Zeit bei ihrer Familie in Rukungiri verbringt. Da dachte ich mir, dass ich sie doch spontan dort besuchen wollte, Ich hatte mir immer schon mal vorgenommen ihre Heimat in Westuganda zu sehen. Leider stellte sich dann heraus, dass sie gerade an diesem Tag einen Tagesausflug an die Grenze zu Kongo machte (ca. 2 Stunde entfernt von Rukungiri). Naja, Wir haben dann wenigstens die Innenstadt von Rukungiri gesehen, Mittaggegessen und dann sind wir weiter nach Kampala gefahren

 

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Wieder zuhause:

Die letzten Urlaubstage in Kampala habe ich mit Freunden verbracht.

 

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Belated travel report from June 2017

I thought that it might be interesting for you to see some pictures and read some experiences of my holidays with my boyfriend in Eastern Uganda, Rwanda and Southwestern Uganda. Now here is the travel report. I wrote it in bullets to simplify it.

map with pfeile

Blue arrow: Mbale

Purple Arrow: Kigali

Red Arrow: Kabale

Green Arrow: Rukungiri

 

Destination 1: Mbale

Duration of stay: 3 days

Activities:

  • Exploration of the city
  • Hiking up to the mountains, Mbale is close to the mountains called ‚Mount Elgon‘,  of course we have only seen a small part of it on our day tip, but it was enough to get an impression of the area
  • Visit of the coffee restaurant in town

 

Highlights (from my point of view):

  • our hotel
  • something made out of soy that I have never eaten before
  • the interesting way up to the montains
  • lots of different water falls that I did not expect because I haven’t seen such in Uganda before (despite Murchison Falls)
  • Footballmatch on a road on top of a mountain
  • the views
  • ice coffe (hopefully) made out of ‚coffee beans from mountain farmers‘, my mum will be surprised when she reads this because usually i don’t drink coffee
  • painting ‚the history of coffee‘ and attractive furnitures in the coffee restaurant
  • cheep prizes for food and accomodation

 

During the trip I think I could learn:

 

  • Sometimes it is unnecessary to buy expensive maps and heavy tourist guides that you do not use anyway at the end. I usually have more fun without tourist guide because you do not know what comes next, in case you want to know something it is also possible to use internet o the phone, it is much easier to transport
  • When you do not enter the Nationl Park, you do not need to pay a tour guide, it is interesting to go by your own and you get more into contact with people who are living there
  • I first thought that there is no one living in the mountains. I found out that this is not true, there are many villages and some of the roads are even better than in Kampala
  • I learned that there are rice fields in Uganda

 

Stories we experienced:

 

  • I was proud that I could use my 2 words Lugiso (thank you- Wanyalanabe and good morning- Wakuni orie) that our cleaner at my organisation taught me
  • After we spent the first night in our hotel, the owner told us that actually, the building in which our room was located is not giving for rent anymore (that could be an explanation why the water did not work). This is why she gave us another room in another building for the second night. This room had a big balcony, a bathroom with Bathtub and huge wardrobe- for the same (and cheeper) prize that we would have paid for theother room.

 

 

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Destination 2: Kigali (capital city of Rwanda, one of uganda’s neighbouring countries)

 

Duration of Stay: 1 week

 

Activities:

 

  • Exproratio of the city centre
  • Hiking o top of a montain in the city
  • long walk to the Convention Centre
  • unsuccessful search for a textile company
  • Visit of the Genocide Memorial
  • Visit of the public library
  • Visit of  a engineer and IT lab

 

Highlights (from my point of view):

  • to see Tasimmó, one of Jacob friends. I haven’t seen him since november. He is vegan as well and he has interesting opions towards buddhism and life in general. During our stay, he showed me hoe to find the direction to myself.
  • breakfast with a huge swetpotatoe, muffins and bongo (sour milk)
  • The video exhibition ‚History of Black usiv‘ in the public (and super modern) library, I wished I could have had more time to watch all the short movies
  • The last night in Kigali in which the three of us played the game ‚the rat race‘. The game is all about investing your money, so that the own passive income becomes bigger than the active income (the own employee salary), so that you do no have to work anymore. It is a very educational game and more realistic than Monopoly.

 

During the trip I think I could learn:

 

  • Rwanda is much more successfull when it comes to reducing the use of plastic bags than Germany. In supermarkets and at vegetable markets they only use paper bags
  • In Kigali there are almost no street vendors like I know them from Kampala and therefore, there is also less food smell, There is not as much music on the roads like in Uganda, in generell there is less noise (less traffic etc.). in these aspects I had the feeling that Kigali somehow prepared me for my return to Germany. When I came back to Uganda, I noticed what I missed in Rwanda. That was an explenation why I sometimes had a strange feeling in Kigali, I felt somehow ‚empty‘ sometimes. I think it was caused by less sensory impressions
  • There are also boda bodas in Kigali, but they only take 1 person and both driver and costumer are wearing helmets
  • In the memorial museum, I learned more about the genocide in Rwanda and about other genocides in this world, e.g. about the genocide that Germany caused in Namibia in colonial times and Genocides in the Balkan countries and Albania
  • I learned more about the music history in different parts of Africa, Southamerica and from Afroamerican Musicians (in the library)
  • Tasimmó helped me to focus on living in the present
  • I learned that it is better to pass barriers by jumping powerful than too slowly and to run down the mountain instead of walking very slowly
  • in local restaurants in Kigali they usually have selfservice
  • Rwandans cook beans without sauce, unlike people do it in Uganda. That was sometimes too dry for me
  • I did not know that there are traffic lights that show you how many seconds are remaining until the light changes

 

Stories we experienced:

 

  • At the border from Uganda to Rwanda the officer on the Ugandan site forgot to stamp my passport. This is why I had to go back again and I crossed the border twice, the whole bus was waiting for me
  • On our day trip to the mountain I was very unmotivated and I walked very slowly behind the 2 men, today I feel embaressed when I think about how much I must have annoyed both of them at that day
  • Up the mountain we went a very difficult, steep way through the forest and we we had the feeling of being real hitch hikers, but when we arrived on top of the mountain we realised that there was a mainroad at the other side that was even not so steep
  • Down the mountain we took another steep shortcut, we almost reached the valley when there was a really difficult part (in my perception). I walked down the sandy path like a turtoise, one foot behind the other. I felt stupid when a 14-year-old girl passed by, running down the mountain with a 20 litre jerricane in her hand and slippers on her feet instead of hiking shoes.

 

 

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Destination 3: Kabale

Duration of Stay: 2 days

Activities:

 

  • Evening walk
  • Hike to Lake Bunyonyi
  • Spontanious boat ride and visit of the ‚Island of the Sky‘, one of around 29 islands in Lake Bunyonyi

 

Highlights (from my point of view):

  • Eating Ugandan food for dinner after long time
  • Seeing ‚Loewenzahn‘ (type of flower we have too much in Germany) for the first time in Uganda
  • Cool air, Kabale is the coldest place I have experienced so far in Uganda, it is good that I had my jacket with me, if I would have spend more time there I think I would not have felt comfortable
  • View on the islands

 

During the trip I think I could learn:

 

  • The tour guide told us that Lake Bunyonyi is the thrird deepest lake in the world and the 2nd deepest in Africa
  • There is an indeginous and an imported type of sorghum ( type of wheat) from which my hostmother makes porridge and a type of drink that she sells in her shop
  • Lake Bunyonyi is very touristic, most of the land surrounding the lake is owned by hotels, resorts and the government
  • Around the lake there are many crested cranes, the national bird of Uganda that I haven’t seen very often before

 

Stories we experienced:

  • Jacob and I were sitting on a wooden platform at the shore of the lake when Jacob told me that he does not feel comfortable because he thinks that no one can know what’s in the water, maybe there are crocodiles. The tourist guide told us later that there are no crocodiles in the lake (that does not mean that there are no crocodiles in Uganda, you can see them in some National Parks, they mainly live in the river Nile, the German term ‚Nilpferd – translated Nile horse‘ is somehow true
  • Right before we wanted to leave the island we found a new built hotel that seemed to be interesting, so we wanted to have a look at it. However, our boat was already ready to go, so we decided not to go closer to the hotel. As soon as we left the island, the tour guide told us that the hotel was built by Kansiime, a famous Ugandan comedian. We watched sketches of her on a screen in the bus on the way to Rwanda. The guide told us that she must be in the hotel right now. Jacob and I were disappointed the we had missed to see her.
  • On the day of our return to Kampala, I found out that Rukungiri, the hometown of my hostparents, is not far from Kabale. My hostmother had written me 2 days before that she went to Rukungiri to spend some time with her family. I thought that we can spontaniously visit her, I always wanted to see their home in Western Uganda. Unfortunately, I got to know that she went on a day trip to a place close to the border to DRC (around 2 hours away from Rukungiri) on that very day. Anyway, we could at least see the city centre of Rukungiri, eat lunch and then we continued our way to Kampala.

 

 

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Back home:

I used the last days of my holidays to see some of my friends.

 

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Lerne Caro kennen/ Get to know Caro

Neben meinen Erlebnissen, die ich auf diesem Blog mit euch teile, interessierte es euch bestimmt auch mehr über die Menschen zu erfahren, mit denen ich tagtäglich zu tun habe. Deswegen möchte ich euch in den verbleibenden Monaten ein paar Leute aus meiner Gastfamilie, von meiner Arbeit und aus meiner Umgebung vorstellen

Caroline Akinyi

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Caro, oder ‚Mama Eron‘ wie ich sie öfter nenne, ist eine der beiden Köchinnen bei Little Light. Sie kocht jeden Tag Frühstück (Maisporridge) und Mittagessen für ca. 120 Kinder. Jeden Montagmorgen motivieren wir die Belegschaft und Kinder von Little Light zu einer Morgenaufwärmung als Start in die Woche. Ich bin froh, Caroline als meine Arbeitskollegin zu haben. Ich bewundere vor allem ihre Persönlichkeit und ihre direkte Art der Kommunikation. Sie wird dir immer sagen, ob ihr etwas gefällt oder nicht. Außerdem ist sie offen, verantwortungsbewusst und warmherzig.

Alter: 28

Geburtstag: 27. Juli 1988

Wie kamst du zu Little Light?:

–> Ich war zunächst Mitglied der Frauengruppe, die Schmuck aus Papier herstellen. Eine der Frauen erzählte mir irgendwann, dass Little Light eine Reinigungskraft sucht. Ich bewarb mich und bekam den Job. Später starb eine der Koechinnen und ich wurde ihre Nachfolgerin.

Seit wann arbeitest du bei Little Light?: Seit 2010

Was wolltest du werden als du jünger warst?: Köchin oder Frisörin

Hast du Kinder?:

–> Ja, ich habe 2 Töchter (Favour ist 2 Jahre alt und Eron ist 6 Jahre alt. Eron geht in die 1. Klasse bei Little Light. Favour begleitet ihre Mutti jeden Tag zur Arbeit.)

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Caro mit ihren beiden Toechtern

Lieblingsessen (wichtige Frage fuer eine Koechin): Posho (Maismehl mit Wasser aufgekocht)und Bohnen

Lieblingsort in Uganda: Entebbe, weil das Wetter dort sehr angenehm ist (Die Stadt Entebbe liegt am Viktoriasee)

Lieblingslied: Little Light Hymne (eines von vielen ihrer Lieblingslieder)

Little Light Children’s Centre

Wie ich es liebe zur Schule zu gehen

Wie ich die Dinge liebe, die du mir beibringst

Little Light, die Schule der Freude

Kinder, Kinder, kommt alle her zu uns

Kommt uns seht die Spiele, die wir spielen

Kommt und seht das kleine Licht

Von Little Light, die Schule der Freude

Wenn ich in meine Zukunft blicke

Leuchtet alles, was ich sehe, ganz hell

Lass es scheinen, lass es scheinen

Little Light, die Schule der Freude

(eigene Uebersetzung, der Originaltext in Englisch ist unten lesbar. LITTLE LIGHT heisst uebersetzt KLEINES LICHT)

Sprachen, die du sprichst: Luganda, Englisch, Jaluo (eine Sprache aus Kenia)

Hobbies: Singen, Sport machen, etc.

Kurze Biografie:

  • Ich wurde in Kampala im Stadtteil Namuwongo Familie geboren. Ich war das zweite Kind meiner Mutter.
  • Nachdem meine Mutter starb, als ich 4 Jahre alt war, heiratete mein Vater noch einmal und ich lebte mit ihm und meiner Stiefmutter.
  • Als ich in die Schule kam, zog ich zu meiner Oma, die auch in Namuwongo lebte. Mein Vater zahlte meine Schulgebuehren bis zur 11. Klasse. Als ich meine Abschlusspruefung fuer die 11. Klasse schrieb, wurde mein Vater verhaftet und er konnte keine weiteren Schul-/Ausbildungs- oder Unigebuehren fuer mich bezahlen.
  • Nach den Abschlusspruefungen fuhr ich nach Kenia ins Dorf, wo die Familie meines Vaters lebt, um sie zu besuchen.
  • Als ich wieder nach Uganda zurueckkehrte, wohnte ich weiterhin mit meiner Oma zusammen, allerdings hatte ich keinen konstanten Arbeitsplatz fuer ueber 2 Jahre.
  • Spaeter fand ich eine Anstellung in der Fabrik Quick Colour in Namuwongo. Ich uebernahm Aufgaben, wo immer ich gebraucht wurde. Dadurch lernte ich alle Arbeitsschritte vom Buchdruck ueber Kalenderdruck bis zum Herstellen von Papiertueten (in die Apotheken Medizin verpacken) kennen. Ich arbeitete dort 5 Jahre. Ich arbeitete immer noch fuer Quick Colour, als ich Mitglied in der Frauengruppe bei Little Light, eine Organisation in meiner Nachbarschaft, wurde. Dort stellte ich mit den anderen Frauen Papierschmuck in Handarbeit her. Eines Tages erfuhr ich, dass Little Light eine neue Reinigungskraft suchte. Ich bewarb mich und erhielt den Job. Als ich zu arbeiten anfing, war meine Tochter Eron gerade 4 Monate alt.
  • Nach 4 Jahren starb eine der Koechinnen der Organisation. Ich zeigte Interesse darin ihre Position zu uebernehmen, und das tat ich dann auch. Durch Zufall kam ich meinem Traum Koechin zu werden naeher.

Lebensmotto: Wenn du hart arbeitest, bekommst du in Zukunft, was du willst.

Was moechtest du den Lesern und Leserinnen dieses Blogs mitteilen?: Nicht jeder, der sich von seinem Partner trennt, scheitert. Ich bin eine alleinerziehende Mutter, aber ich schaffe es mich um meine 2 Kinder zu kuemmern.

Hast du einen Ratschlag, den du mir geben willst, oder etwas, dass du mir mitteilen moechtest?: Jenny, du bist so gut und inspirierend und ein gutes Beispiel fuer mich.

Was moechtest du in den naechsten 10 Jahren erreichen?: Ich moechte eine Ausbildung zur Koechin machen und ein eigenes Restaurant fuehren.

Falls du 1.000.000.000 Ugandan Shillings (umgerechnet ca. 285.000 Euro) bekommen wuerdest, was wuerdest du damit machen?: Ich wuerde zunaechst ein Grundstueck mit einem Haus kaufen, sodass ich keine Miete mehr bezahlen muss. Ausserdem wuerde ich versuchen ein Business wie z.Bsp. ein Restaurant zu eroeffnen. Mit dem Einkommen daraus wuerde ich die Schulgebuehren meiner Kinder bezahlen und Gebuehren fuer mich selbst, um eine Ausbildung zur Koechin machen zu koennen.

Hast du sonst noch etwas zu sagen?: Ich moechte der Organisation Little Light dafuer danken, dass sie die Schulgebuehren fuer meine Tochter Eron uebernehmen, da ich es als alleinerziehende Mutter sonst nicht schaffen wuerde das Geld dafuer aufzubringen. Ich bezahle Miete, Essen usw. im Slum ganz allein.

Vielen Dank fuer das Interview Caro. Es half mir und anderen dich besser kennenzulernen.

Wusstest du, dass Karo auch ein Gericht ist, das aus Hirse und Wasser zubereitet wird? Man isst es mit einer Sosse (z.Bsp. Bohnen, Erbsen, Erdnusssosse etc.) und ich esse es sehr gern. Ich finde es witzig, dass Carolines Spitzname Caro ist… wie das Gericht. Und dann arbeitet sie auch noch als Koechin

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Besides my experiences that I share with you on this blog, it might also be interesting for you to learn more about people with whom I am together during my daily life. That is why I want to introduce some members of my host family, people from my work and others to you during the remaining months.

Caroline Akinyi

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Caro, or `Mama Eron` as I call her more often, is one of the two cooks at Little Light and my workmate. She is cooking Porridge (made out of maize flour) and Lunch every day for  around 120 children. Every monday morning, Caro and me are doing a morning exercise with everyone at the centre to start the new week. I appreciate Caro as a workmate, but most importantly as a person. I like her direct way of communication. She will always tell you quite frankly if she likes something or not. Furthermore, Caro is open, reliable and warm-hearted.

Age: 28

Birthday: 27 July 1988

How did you come to Little Light?:

–> I was first part of the Women Group, where the members are making paper beads. Then one of them told me, that Little Light was searching for a cleaner; when I was working as a cleaner one of the cooks died and I overtook her position.

Since when do you work at Little Light?: since 2010

What did you want to become when you were younger?: Chef or Hairdresser

Do you have children?:

–>yes, 2 girls (Favour is 2 and Eron 6 years old, Eron goes to Primary one at the Little Light children’s centre and Favour comes with her mum to work every day)

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Caro with her 2 daughters

Favourite dish (important question as she works as a cook): Posho (made out of maize flour and water) and Beans

Favourite place in Uganda: Entebbe because the wheater is nice there (Entebbe is close to Lake Victoria)

Favourite song: Little Light Hymn (one of many songs she likes)

Little Light Children’s Centre

How I love to be at school

How I love the things you teach me

Little Light the school of Joy

Children, children come and join us

Come and see the games we play.

Come and see the Little Light

Of Little Light, the school of Joy

When I look into my future,

All I see is shining bright

Let it shine, let it shine

Little Light, the school of Joy

 

Languages you speak:  Luganda, English, Jaluo (language from Kenya)

Hobbies: singing, physical exercise (among others)

Short biography:

  • I was born in Kampala (Namuwongo), as the second born child in the family.
  • After my mother died, when I was 4 years old, my father remarried and I stayed with him and my step mother.
  • When I started to go to school, I stayed with my grandmother who also lived in Namuwongo. My father payed for my school fees until I was in S4. When I wrote my S4 exams, my father was arrested and he could not pay my school fees anymore.
  • After the exams, I went for some days to the village in Kenya where my father comes from, to visit them.
  • When I came back to Uganda I continued to stay with my grandmother, but I did not have a constant job for about 2 years
  • Later I found a job in the factory ‚Quick Colour‘ in Namuwongo. I was working wherever help was needed, so I got to know most of the steps of bookmaking, printing of calendars and the making of paper bags, in which hospitals/pharmacies pack medicine. I worked there for 5 years. I was still working for ‚Quick Colour‘, when I joined the Women Group of Little Light, a nearby organisation, where I produced paper jeweleries together with the other women. One day, one of those women told me that Little Light is searching for a cleaner. As ‚Quick Colour‘ payed me badly, I applied for the job as a cleaner and finally got it. I started at Little Light when my daughter Eron was 4 months old.
  • After 4 years, one of the cooks at Little Light died. This is why, I started to work as the second cook. Coincidence made me come closer to my dream of becoming a chef.

Lifemotto: If you work hard, in future you will get what you want.

Message you want to give to the readers of this blog: Not everyone who gets divorced fails. I am a single mother, but I managed to take care of my 2 children.

One advice you want to give me/something you want to tell me: Jenny you are so good, inspiring, you are a good example for me

What do you want to achieve within the next 10 years?: attending a Catering course, running an own restaurant,

If you would get 1,000,000,000 Sh (285.000 Euros), what would you do with it?:

First, I would buy a place where to stay without paying rent. Secondly, I would try to run an income generating business such as a restaurant. From the money I would receive through this business I would pay the school fees for my children and my own schoolfees to join a course for catering.

A.O.B.: I would like to thank Little Light for paying Eron`s school fees because as I am a single mother, I could not manage to pay her school fees because I am also paying rent, food etc. in the slum by my own.

Thank you so much for this interview, Caro. It helped me and others to get to know you better.

Did you know? Karo is a type of food made out of water and millet flour. It is eaten with a sauce and I like it a lot. Funny, that Caroline’s nickname is Caro… almost like the food Karo… and Caro is working as a cook

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Zwischenbericht/ Interservice-report

Eine Bedingung meines Entsendeprogramms weltwaerts ist es, dass jede/r Freiwillige/r in der Mitte seines/ ihres Freiwilligendienstes einen Zwischenbericht, und am Ende einen Abschlussbericht schreibt. Ich moechte euch daher meinen Zwischenbericht vom Maerz 2017 nicht vorenthalten.

One condition of my sending program weltwaerts is it that every volunteer has to write an ‚Interservice-report‘ and at the end of his/ her volunteer service a final report. This is why I want to present you my Interservice-report from March 2017. Sorry, but this report is only in German.

 

Zwischenbericht: Mein weltwärts Freiwilligendienst 2016/17

 

Freiwillige:                              Jenny Emrich

Alter:                                       19 Jahre

Wohnort (DE):                        Halle (Sachsen-Anhalt)

Wohnort (UG):                        Kampala

Entsendeorganisation:           VUGA e.V.

Partnerorganisation:             Little Light Uganda

Entsendezeitraum:                 24.8.2016 bis 24.9. 2017

 

  1. Kampala und Uganda

Seit August 2016 lebe und arbeite ich nun in der politischen, kulturellen und ökonomischen Hauptstadt Ugandas, in Kampala. Gelegen in der Zentralregion des Landes, die geografisch gesehen allerdings im Süden Ugandas liegt, beherbergt Kampala schätzungsweise 1,5 Mio Einwohner (laut https://www.citypopulation.de).

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http://www.ugandahilfe.net/Bilder/Karte_Uganda_1.jpg/30.03.17 18:32

Kampala besitzt eine sehr belebte Innenstadt, mit Hochhäusern, Banken sowie öffentlichen Einrichtungen, deren Infrastruktur leider nicht mit der Bevölkerungszahl mitwächst. Die äußeren Stadtgebiete sind zahlreich und unterschiedlich, wie in jeder Hauptstadt gibt es Reichen- und Armenviertel sowie Industrie- und Mittelstandswohngebiete. Die Stadt ist grüner, als ich anfangs gedacht hätte und verglichen mit meiner Heimatstadt Halle in Deutschland gibt es erstaunlich wenig Graffities. Das Straßenbild ist vor allem geprägt von öffentlichen Verkehrsmitteln wie kleinen Omnibussen („Taxis“) und Mopeds („Bodas“), aber auch Privatautos und Fahrrädern.
Kampala befindet sich in 35 km Entfernung zum Äquator und liegt damit im Bereich des tropischen Klimas, allerdings trägt der Klimawandel dazu bei, dass es immer heißer und trockener wird. Uganda ist ressourcenreich, es besitzt viele Seen und viele Regionen mit fruchtbarer Erde, was eine produktive Landwirtschaft ermöglicht. Nationalsprachen Ugandas sind Englisch und Swahili, wobei Swahili kaum gesprochen wird. In der Zentralregion ist vor allem Luganda als Muttersprache verbreitet, wobei es in Uganda schätzungsweise 53 weitere Sprachen gibt.

  1. Meine Einsatzstelle

Meine Einsatzstelle Little Light Uganda befindet sich im Stadtteil Namuwongo in unmittelbarer Nähe zum Namuwongo Slum. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht die Slumbewohner zu unterstützen und ihnen bessere Chancen auf eine lebenswertere Zukunft darzubieten. Im Little Light Children Centre gibt es daher eine Schule vom Kindergarten bis zur zweiten Grundschulklasse, eine Küche, in der für die Kinder gekocht wird und eine Gemeinschaftsklinik. Ab der 3. Klasse werden Kinder in das Little Light Sponsorschaftsprogramm in umliegenden Schulen aufgenommen. Außerdem treffen sich im Centre eine Frauen- und eine Jugendgruppe. Little Light wurde 2007 von 3 Ugandern und 3 israelischen Freiwilligen gegründet. Neben mir als bisher einziger deutschen Freiwilligen gibt es daher ab und zu Freiwillige aus Israel und anderen Ländern, mit denen ich zusammenarbeite.

 

 

 

  1. Meine Arbeitsfelder

Bevor ich nach Uganda gekommen bin, hat mein Little Light Freiwilligenkoordinator aus Israel einen Stunden- bzw. Arbeitsplan mit mir erstellt, der mir vor meiner Ankunft ein gutes Gefühl gegeben hat. Dieser hat sich später radikal geändert und auch zwischendurch habe ich daran immer wieder Änderungen vorgenommen. Das hat dazu geführt, dass ich bisher bei vielen Projekten mitgearbeitet und viele Projekte angefangen habe.

  1. a) Administrative Arbeit

Meine Beschäftigung im Büro bestand anfangs darin Aufgaben umzusetzen, die ich vom Manager erhalten habe. Dabei handelte es sich um das Schreiben von Proposals, die an andere Organisationen gesendet werden sollten, um Projektförderung zu erhalten. Allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie man an das Schreiben eines Proposals herangeht. Ich habe mehrere Proposals geschrieben (bzw. versucht zu schreiben), beispielsweise für ein Fußballprojekt der Jugendgruppe und einen Wassertank für die Slumgemeinschaft, aber diese wurden nicht umgesetzt. Ich hätte dabei mehr mit dem Manager zusammen arbeiten und ihn wissen lassen sollen, dass ich nicht weiß, was ich genau machen soll. Mit den Proposals an VUGA e.V. fiel es mir dann schon leichter, da wir im Zwischenseminar über die Herangehensweise beim Schreiben eines Proposals gesprochen haben. Diese Projekte befinden sich zurzeit in der Umsetzung.

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Ab Dezember habe ich mich dann mehr auf die Mitarbeit im Sponsorschaftsprogramm konzentriert. Zunächst wollte ich Informationsmaterialien erstellen, um Sponsoren aus Deutschland zu suchen. Diese habe ich dann aber nicht genutzt, da ich mir nicht mehr sicher war, ob ich das Patenschaftsprogramm in Hinsicht auf das Finden neuer Sponsoren unterstützen möchte. Stattdessen bekam ich vom Manager die Aufgabe die Sponsorenlisten zu überarbeiten sowie ihnen die eingescannten Zeugnisse ihrer Patenkinder zu senden.

Durch finanzielle Unterstützung von VUGA e.V. bin ich nun dabei Ordner zu erstellen mit allen Informationen zu jedem Individuum im Sponsorschaftsprogramm. Ziel ist es diese Ordner up-to-date zu halten und alle Informationen in Google Drive zu übertragen, auf die die Sponsoren Zugang bekommen. Ich denke, dass das Erstellen der manuellen und digitalen Ordner eines meiner Projekte mit dem größten Wert für die Organisation ist.

  1. b) Arbeit innerhalb der Schule

Bevor ich nach Uganda gekommen bin, dachte ich, dass ich eher weniger mit den kleineren Kindern an der Schule arbeiten möchte. Ich stellte dann jedoch fest, dass man bei Little Light nicht darum herum kommt – und darüber bin ich nun auch froh. Als ich anfangs nicht so recht wusste, was ich bei Little Light machen soll, schlug die Schuldirektorin vor, dass ich Privatstunden geben könne. Ich hatte in Deutschland schon Erfahrung damit gesammelt, aber es ist doch etwas anderes Privatunterricht mit  4 bis 5 jährigen Schülern im ugandischen Schulsystem in Englisch zu halten. Wenn jemand versucht hätte mir auf Englisch etwas beizubringen, als ich 5 Jahre alt war, hätte ich genau so viel verstanden. Außerdem hat mir mein deutscher Akzent anfangs Verständnisprobleme mit den Kindern bereitet. Heute kann ich mich mit den kleinen allerdings schon viel besser verständigen- mit etwas Englisch, etwas Luganda und Körpersprache. Und notfalls kann ich immer noch die Zweitklässler zum Übersetzen bitten. Die Privatstunden waren nicht wirklich früchtetragend, ich denke, es ist besser, wenn die Kinder in ihren Klassen mit ihren Lehrern bleiben. Daher habe ich dieses Projekt mit Beginn des neuen Schuljahres in Absprache mit der Schuldirektorin eingestellt.

Neben Privatunterricht habe ich in den ersten Monaten jeden Mittwoch eine Aktivität mit einer Klasse im Beisein des Lehrers/ der Lehrerin unternommen. Ich habe mit ihnen gebastelt, Sport gemacht oder gesungen. Mittlerweile  hat sich die Aktivität auf regelmäßiges Singen mit den beiden Grundschulklassen und Tanzen mit den Kindern von 2 Vorschulklassen beschränkt. Die thematische Spezialisierung macht die Organisation einfacher. Ich denke, dass es ihren anstrengenden und bewegungsarmen Unterricht etwas auflockert und es den Meisten (mich eingeschlossen) Spaß macht.

Bevor ich mit den Kindern an unserer Schule getanzt habe, tanzte ich mit Kindern auf einer offenen Fläche im Slum. Eigentlich wollte ich damit eher jugendliche Mädchen im Rahmen eines Mädchenclubs ansprechen. letztendlich nahmen am Tanzen aber nur die Kleineren teil. Der von mir iniziierte Mädchenclub war geplant als ein Projekt aus Tanzen, Theater spielen und Singen im Rahmen eines Chores. Ziel des Mädchenclub war es die hohe Schulabbrecherrate von Mädchen zu bekämpfen. Es gibt im Slum viele Mädchen, die ab einem Alter von 14 Jahren die Schule abbrechen, um stattdessen Haus-und Ehefrauen zu werden. Leider stellte es sich heraus, dass die Umsetzung des Mädchenclubs problematisch war, da ihr der Stundenplan in der Schule jeden Tag von früh morgens bis spät abends ausgefüllt war, teilweise sogar mit Unterricht am Wochenende, und sie keine Zeit für Aktivitäten neben der Schule haben. Und es ist aufgrund von Sprache und schwieriger Erreichbarkeit nicht einfach zu Mädchen im Slum Kontakt aufzunehmen, die nicht zur Schule gehen. Deswegen beschränkte sich das Chorprojekt auf ein Ferienprogramm im Dezember mit abschließendem Weihnachtskonzert. Das Theaterprojekt ist zur Zeit auf Eis gelegt und wird voraussichtlich im Mai als Ferienprogramm mit einer Aufführung beendet werden. Ich habe vor kurzem von einem Projekt erfahren, bei dem man Mädchen zeigt, wie sie selbst wiederverwendbare Menstruationsbinden herstellen können. Falls ich die Möglichkeit bekomme an einem Training in einer der anderen Partnerorganisationen von Vuga e.V. teilzunehmen, würde ich dieses Projekt gern angehen.

 

2017 habe ich begonnen in den Pausen die Kinder auf dem Schulhof zu beaufsichtigen und in der Mittagspause mit den Köchinnen Essen auszuteilen. Mit einer der Köchinnen bereite ich für jeden Montag morgen ein kleines Fitnessprogramm als Start in die Woche mit Kindern und Angestellten vor. Nachdem ich die Lehrer mehrere Male gefragt habe, ob ich ihnen irgendwie helfen kann, unterstütze ich eine Lehrerin nun manchmal dabei Aufgaben für die Kinder in ihre Übungsheft zu schreiben, was sehr zeitaufwendig ist. Ich denke, dass ich die Lehrerin damit etwas entlasten kann. Dank VUGA e.V. konnte Little Light Bücher für Lernanfänger kaufen. Die Schuldirektorin hatte die Idee einen Tag in der Woche festzulegen, an dem zur selben Zeit in allen Klassen gelesen wird, um den Kindern das Lesen näher zu bringen. Bei diesem Leseprojekt assistiere ich ihr nun.

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Mittagspause

Nach mehrmaliger Nachfrage vonseiten der Angestellten begann ich im Oktober 2016 Computerunterricht für sie und ein paar ältere Kinder zu geben. Im neuen Jahr habe ich dies jedoch nicht weiter verfolgt. Eigentlich wollte ich die Computerstunden 2017 mit jemandem aus der Jugendgruppe weiterführen, aufgrund mangelnder Kommunikation zu ihm ist das bisher allerdings noch nicht passiert. Außerdem bekamen wir am 1. Februar bei Little Light einen neuen Freiwilligen aus Israel, der sich auf die Computerstunden übernommen hat. Allerdings gab er PC-Stunden für die Zweitklässler der Schule und nicht für die Angestellten. Ich denke, dass Computerunterricht eines der wichtigsten oder vielleicht sogar das wichtigste Projekt ist, das ein Freiwilliger/eine Freiwillige in Uganda umsetzen kann, insbesondere in Namuwongo für Menschen aus dem Slum, da die meisten von ihnen überhaupt keinen Zugang zu Computern, geschweige denn Internet haben. Mir ist erst hier bewusst geworden, wie wichtig es ist in unserer modernen Welt Zugang zu Computer und Internet zu haben und wie viele Möglichkeiten und Ideen einem verschlossen bleiben, wenn man diesen Zugang nicht besitzt. Ich möchte daher versuchen in den nächsten Monaten wieder mehr Computerstunden zu geben.

  1. c) Projekte außerhalb der Schule

Seit meiner Ankunft arbeite ich zusammen mit der Little Light Jugendgruppe „Spoon Youth“. Anfangs trafen wir uns noch regelmäßig. Momentan stagniert die Aktivität der Gruppe leider. Letztes Jahr konnten wir ein Community Clean-Up organisieren und eigentlich hatten wir für dieses Jahr auch mehrere Outreaches in die Gemeinchaft geplant, mal schauen, ob wir neue Mitglieder mobilisieren können.

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Neben der Jugendgruppe gibt es noch eine Gruppe von Frauen, die Schmuck aus Papier zum Verkauf herstellen. Zurzeit bin ich dabei in Kooperation mit VUGA e.V. die Vermarktung des Schmucks in Deutschland voranzutreiben. Bisher habe ich nur Schmuck zu meiner ehemaligen Schule und Verwandten geschickt, den sie in ihrem Bekanntenkreis verkauft haben. Nun ist das Ziel den Verkauf professioneller zu organisieren und den Schmuck über Dawanda im Internet zu verkaufen.

In den nächsten Monaten will ich meine derzeitigen Projekte stabilisieren, noch mehr kommunizieren und gute Bedingungen für den/die nächste/n Freiwillige/n schaffen. Ich möchte eine Powerpointpräsentation über meinen Freiwilligendienst für meine Rückkehr nach Deutschland vorbereiten. Und ich möchte ein Projekt von Brieffreundschaften zwischen Little Light Schülern und 8 Schülern der Klasse meiner ehemaligen Englischlehrerin in Deutschland organisieren.

  1. Mein Privatleben

Generell fühle ich mich in Kampala und Namuwongo sehr wohl. In Kampala kann man immer etwas neues entdecken, es gibt viele Möglichkeiten kulturelle Bereicherung zu finden und es gibt alles zu kaufen, man muss nur wissen wo. Von Kampala aus kann ich überall hinfahren und habe Zugang zu allem, was man im Zentrum des Landes so erwarten kann. Nur der Verkehr ist manchmal anstrengend und sehr gefährlich. Wo ich am Anfang noch Angst vor Malaria, Typhus oder Cholera hatte, fürchte ich mich nun mehr und mehr vor Bodas und versuche sie so wenig wie möglich zu nutzen.

In Namuwongo kenne ich mich nun sehr gut aus und werde immer mal auf der Straße gegrüßt. Ich kenne den Namen der Verkäuferin meines Stammsupermarktes und man ruft mir weniger „Hey Muzungu!“ nach. Wenn ich etwas in die Natur möchte, geh ich ins grüne Nachbarviertel oder ich fahre nach Entebbe. Dort kann ich auch die anderen 3 Freiwilligen von Vuga e.V. treffen. Ich habe kein Problem damit die einzige Vuga-Freiwillige in Kampala zu sein, dadurch werde ich selbstständiger und ich interagiere mehr mit den Leuten hier. Aber es ist sehr bereichernd, sich mit anderen Freiwilligen  austauschen zu können und mentale Unterstützung in unserer What`s App Gruppe zu bekommen.

Ich bin glücklich mit meiner Gastfamilie, auch wenn das Zusammenleben nicht immer ganz einfach ist, aber in welcher Familie ist es das schon. Ich habe von ihnen ganz viel lernen können, ich genieße es allabendlich unsere Familienserie im Fernsehen mit ihnen anzuschauen und mich mit meinen Gasteltern und meiner 12-jährigen Gastschwester sowie unserem Hausmädchen auszutauschen. Ich würde meine Gastfamilie nie mit einer Freiwilligen-WG tauschen wollen. Manchmal verbringe ich Zeit im Geschäft meiner Gastmutti, sie verkauft im Markt in Namuwongo Bushera, abgekochtes Wasser und Co.

Jeden Montag nehme ich am wöchentlichen Meeting eines Vereins von lokalen Freiwilligen teil. Ich habe unter ihnen gute Freunde gefunden. Generell fehlt mir neben der Arbeit Bewegung. Ich habe aber nun ein Jugendzentrum gefunden, wo ich demnächst vielleicht regelmäßig Badminton spiele oder Capoeira machen kann.

  1. Vorbereitung und Betreuung durch VUGA e.V.

Ich möchte mir nicht vorstellen wie mein Freiwilligendienst ohne die Betreuung durch Vuga e.V. gelaufen wäre. Sie realisieren eine gute Balance zwischen Entsende- und Partnerorganisation, Gastfamilien + Freiwillige. Die Vorbereitunsseminare in Deutschland von Vuga e.V. und in Uganda von den Partnerorganisationen haben mich sehr gut ausgerüstet und ich konnte so viel dazulernen, was mir das Ankommen in Uganda und in meiner Einsatzstelle sehr erleichtert hat. Das Zwischenseminar im Dezember hat mir sehr geholfen die ersten Monate zu reflektieren. Es hat mir auch geholfen zu erkennen, dass ich noch mehr im Team arbeiten muss und seitdem fühle ich mich viel wohler und eingebundener bei Little Light. Ich habe sehr gute Beziehungen zu allen Angestellten. Es hat mir auch geholfen meine Rolle als Freiwillige neu zu überdenken und zu definieren. Ohne eine genaue Vorstellung von der eigenen Position ist Verwirrung vorprogrammiert, wobei diese Vorstellung stets weiterentwickelt und nie zu 100 Prozent sicher sein kann.

Wenn ich Emails an Vuga e.V. schreibe, werden sie innerhalb einer Woche beantwortet, auch auf What`s App können wir stets und ständig mit Kontaktpersonen sowohl in Deutschland als auch in Uganda kommunizieren. Ganz besonders möchte ich unsere Koordinatorin Trina hervorheben, sie ist unsere Vuga e.V. Mama hier vor Ort und sie ist immer für uns da.

Verbesserungswürdig ist lediglich die Betreung durch den Supervisor, insbesondere die Einarbeitung durch den Supervisor in die Organisation.

  1. Luganda-Sprachkurs

Bis Februar 2017 hatte ich 3 mal in der Woche Luganda Sprachkurs, durchgeführt von einem Lehrer meiner Organisation. Ich finde es sehr gut, dass Vuga e.V. Wert darauf legt, dass wir die lokale Sprache lernen. Wenn ich auch bloß ein Wort Luganda spreche, sind die Leute schon beeindruckt. Wenn die ugandischen Kinder in der Schule Englisch sprechen, dann ist das Grundvoraussetzung.

Leider war mein Luganda Lehrer nicht sehr zuverlässig. Würde ich nochmal einen Sprachkurs machen, würde ich ihn im Goetheinstitut absolvieren,wie anfangs mir Vuga e.V. anfangs vorschlug. Ich möchte auf jeden Fall weiter an meinen Sprachkentnissen arbeiten und zuhause und in meiner Organisation mehr Luganda sprechen. Das einzige Hindernis ist, dass so viele Leute so gut Englisch sprechen und ich dann aus Bequemlichkeit wieder ins Englische zurückfalle. Immerhin konnte ich dadurch meine Englischkenntnisse sehr verbessern.

  1. Bisherige Lernprozesse und Selbstreflexion

Ich habe in den letzten Monaten einen Einblick darin bekommen, wie eine Organisation strukturiert ist und  wie effektive Kommunikation ablaufen sollte.  Ich weiß nun um den Wert von aussagekräftiger Dokumentation und dem Nutzen von technischen Errungenschaften sowie finanzieller Rechenschaft und Organisation. Ich vertiefe meine Fähigkeit darin selbstdiszipliniert zu arbeiten – ohne den Druck von Schulnoten – und dabei dennoch flexibel zu bleiben. Außerdem lerne ich viel über persönliches Zeitmanagement. Durch die Seminare habe ich viel über globale Beziehungen gelernt und bin sensibler im Erkennen unbewussten Rassismusses geworden. Ich finde es sehr wichtig über strukturellen Rassismus informiert zu sein, auch wenn dieses Bewusstsein bei mir manchmal dazu führt, dass ich zu vieles hinterfrage und ich mich gefangen sehe zwischen dem Wunsch tolle Projekte zu iniziieren und der Vorstellung, dass nicht der/die Weiße alles dominieren sollte, weil das Abhängigkeit verursacht. Es kommt immer auf das Wie an, sowohl bei der Umsetzung von Projekten als auch von Patenschaftsprogrammen. Teamwork sollte dabei immer an erster Stelle stehen. Ich denke mittlerweile, dass Kulturen im alltäglichen Leben gar nicht so unterschiedlich sind, wie man anfangs denkt. Die Ziele sind of die gleichen, nur die Methoden anders. Wo wir in Deutschland mit Gas- oder Elektroofen kochen, wird in Uganda meist mit Kohle oder Feuerholz gekocht. Am Ende ist aber beides kochen, um zu essen. In Deutschland kehren wir unsere Wohnungen mit einem Plastikbesen oder nutzen den Staubsauger. Hier werden dafür eher Besen aus Palm benutzt wird. Letztendlich wollen wir alle nur unser Haus sauber halten.

Mir ist wieder einmal bewusst geworden, dass einer meiner Schwächen darin besteht, dass ich micht oft in zu viele Projekte gleichzeitig stürze, was zu Überforderung und Ineffizienz führt. Dabei ist es wichtig erst darüber nachzudenken, was eigentlich das Ziel der ganzen Aktion ist, inwiefern es einen Nutzen hat, der es wert ist das Projekt umzusetzen. Den besten Ausgleich schafft eine Balance zwischen dem Übernehmen von Assistenzaufgaben innerhalb bestehender Programme der Organisation und dem Durchführen eigener Projekte in Kooperation mit der Einsatzstelle. Was mich ärgert ist, dass ich immer noch nicht die Namen der Hälfte der Kinder an der Schule kenne, aber ich werde daran arbeiten.

Mir ist noch klarer geworden, was ich für ein Glück habe in Deutschland in eine stabile Familie hereingeboren zu sein. Obwohl ich noch keine wirklichen Qualifikationen habe, habe ich einen besseren Lebensstandard, als viele Ugander mit Universitätsabschluss, ganz zu schweigen von der Bevölkerung ohne Bildungsabschluss. Und selbst nach der Uni ist es für sie extrem schwer einen Job zu finden, da es im Verhältnis zu den Studenten zu wenig Arbeitsplätze gibt. Ich finde es bewundernswert, wie viele Ugander trotz Unstabilität ihr Leben meistern.

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe diesen Freiwilligendienst duchzuführen und ich möchte mich insbesondere bei Vuga e.V., aber natürlich auch bei weltwärts für die Realisierung bedanken. Selbiges gilt natürlich auch für meine Einsatzstelle Little Light und meine Gastfamilie. Obwohl ich seit Februar immer mal etwas Heimweh habe, freue ich mich auf die nächsten 6 Monate. Weitere Informationen und Fotos zu meinem Freiwilligendienst können unter http://www.jennyinugandablog.wordpress.com eingesehen werden.

Jenny Emrich, Kampala, 31.3.2017

 

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Wochenende in Norduganda/ Weekend in Northern Uganda

Am 16.2. hatten wir in Uganda Feiertag. Er wurde zu Ehren eines ehemaligen Erzbischofs von Uganda gehalten, der von Idi Amin ermordet wurde. Dieser Erzbischof kam urspruenglich aus Norduganda, und so zog auch mich es an diesem verlaengerten Wochenende in Richtung Gulu, ca. 330 km noerdlich von Kampala.

At the 16th of february we had a public holiday in Uganda. On this day, Idi Amin killed one of the former Archpishops of Uganda. This Archbishop originally came from Northern Uganda, so I also used this long weekend to go into the direction of Gulu, around 330 km north to Kampala.

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Meine Vorweihnachtszeit/My Pre-Christmas Period

Viele fragen mich, wie und ob Weihnachten in Uganda gefeiert wird. Dazu muss erstmal gesagt werden, dass der Großteil der ugandischen Bevölkerung christlich ist. Da Weihnachten ein christliches Fest ist, wird es also auch vom Großteil der Bevölkerung gefeiert. Im Gegensatz zu uns, wo auch Nicht-Christen Weihnachten feiern und die eigentliche Bedeutung von Weihnachten eher in den Hintergrund gerückt ist, steht Weihnachten hier bei den meisten, mit denen ich drüber geredet habe (diese Einschätzung ist also subjektiv und kann bei anderen Familien anders sein), vor allem unter dem Zeichen von Jesus` Geburt. Wie bei uns gehen Leute in der Weihnachtszeit also verstärkt in die Kirche und es gibt Krippenspiele. In meiner Familie ist es allerdings nicht üblich an den Adventssonntagen Kerzen anzuzünden. Außerdem müssen Geschenke in meiner Gastfamilie nicht bis zum 25.12. aufbewahrt werden (Weihnachten feiert man hier am 25.12.), sondern man kann schon in der Adventszeit Weihnachtsgeschenke verteilen. Ich hab mein Weihnachtsgeschenk (Äpfel und Nüsse) von meiner Gastmama schon vor 2 Wochen bekommen. Da ich aber unfaehig zur Assimilation bin, habe ich meine Geschenke bis zum 24./25. aufgehoben.

Um das Weihnachtsthema ein wenig auszubauen: Vergangenen Sonntag war ich mit meiner Gastmutti bei einer Weihnachtsfeier ihrer Familie, d.h. mit Tanten, Onkeln, Cousins usw. Es gab dort das Übliche: Essen, Kuchen, einen Weihnachtsbaum, Leute, die Weihnachtslieder singen und wir haben gewichtelt. Ich hab eine BPB-freie Trinkflasche und Ohrringe bekommen. Auf dem Weg zu der Veranstaltung sind wir an einer mega Weihnachtsparty für Kinder in der Stadt vorbeigefahren. Ich hab`s zwar nur von außen gesehen, aber die Kinder schienen mit Hüpfburgen, Kinderschminken und Luftballonfiguren ihren Spaß gehabt zu haben (außer diejenigen, die Lautstärkeempfindlich sind). Im Nachhinein habe ich mich ueber mich selbst geaergert, weil ich nicht viel mit Leuten auf der Weihnachtsfeier geredet hab. Es war aber dennoch schoen.

Am ersten Adventswochenende war ich mit Jacob in Masaka zu Besuch bei einem schon laenger bekannten Freund. Er ist Deutschlehrer an einer Secondary School in Masaka und ich habe ihn bereits 2013 in Deutschland getroffen. Schon damals hat er mich zu sich nach Masaka eingeladen, diese Einladung konnte ich nun endlich wahrnehmen! Seine Familie war sehr nachsichtig mit uns, sie hat mit dem Mittagessen auf uns gewartet, und das, obwohl wir 3 Stunden zu spaet kamen. Peinlich! Seine Frau hat uns wunderbar bekocht. Master Deo hat uns mit seinem Moped ganz Masaka gezeigt und am Abend haben wir in dem Gasthaus, das er fuer uns organisiert hat, gemeinsam Fussball geguckt (u.a. Chelsea vs. Tottenham) Gut, dass Jacob mit dabei war, sonst haette M. Deo niemanden zum Unterhalten gehabt, da ich ueberhaupt keine Ahnung von Fussball habe. Am naechsten Tag organisierte M. Deo einen Familienausflug zum Strand, an dem wir teilnehmen durften. Jacob hat von den Kindern nun endlich die ugandische Form von Maumau beigebracht bekommen und wir haben auf dem Spielplatz gespielt. Am Abend ging es dann wieder nach Kampala und ich durfte zum zweiten Mal in meinem Leben den Aequator ueberqueren. Vielen Dank an Master Deo und seine Familie fuer das schoene Wochenende!

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Am Folgewochenende lud ich Daphine zum ersten Mal zu mir nachhause nach Namuwongo ein. Ich habe sie aus der Stadt abgeholt, spaeter sind wir zu meiner Organisation gelaufen und ich habe ihr meinen Arbeitsplatz gezeigt. Nach der Chorprobe bei Little Light sind wir zu einem Konzert gegangen, hatten dann aber keine Lust bis zum Ende zu bleiben. Am 2. Adventssonntag kam weiterer Besuch aus Entebbe: die anderen 3 Freiwilligen und unser Ansprechpartner aus Deutschland Johannes. Wir besuchten ein Blumenfest im Nachbarviertel. Dort bekamen wir eine Fuehrung durch den Garten und man konnte sogar Weihnachtssterne und Erdbeerpflanzen kaufen! Drueckt mir die Daumen, dass meine Erdbeerpflanze bald Fruechte traegt!

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Weihnachtsstern/ Christmas Star

Am naechsten Wochenende folgte der Austauschbesuch. Ich schlief zum ersten Mal bei Daphine zuhause und konnte nun auch ihren Opa kennenlernen. Am Sonntag hatte meine Gastschwester eine Auffuehrrung an ihrer Schule, die ich mit meiner Gastmutti besuchte. Danach fuhren wir zu meiner anderen Gastschwester nach Nordkampala. Ich hatte ein nettes Gespraech mit ihrem Mann, der sehr witzig ist.

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Und dann begann auch schon meine letzte Arbeitswoche in diesem Jahr mit 2 Tagen Seminar in Entebbe. Dieses Seminar war wirklich noetig, denn es war gut mit den anderen Freiwilligen und Johannes zu reden und einiges aus den Vorbereitungsseminaren in Deutschland in Erinnerung zu rufen, was im Alltag schon wieder in Vergessenheit geraten ist.

Am 22. 12. stand das letzte grosse Event auf Arbeit an: Ich hatte ein Weihnachtskonzert mit meinem kleinen Chor organisiert. Rueckblickend ist es ganz gut gelaufen, aber einiges haette ich vorher besser absprechen muessen. Auch beim Seminar habe ich festgestellt, dass ich versuchen muss und moechte besser im Team zu arbeiten und mehr mit meinen Kollegen zu reden.

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Katogo: Bohnen und Kassava/ Katogo: Beans and Cassava

Schoene Weihnachten!

Eure Jenny

Many friends ask me if and how Christmas is celebrated in Uganda. Therefor I have to say that the biggest part of the Ugandan population is Christian. Christmas is a Christian celebration, so most people in Uganda celebrate it. On the Contrary to Germany where also a lot of not-christians celebrate Christmas and the origin meaning is fading away, is Christmas still celebrated because of the Birth of Jesus; that’s what I heard from the people I talked with (so this assessment is subjective and it can be possible that in other families the case is different). As in Germany people visit the church more often and there are nativity plays. But in my family it is not common to light a new candle every Sunday. Besides that it is possible to give the presents in the pre-Christmas-time and not keep them until the 25th of December (Christmas is celebrated on the 25th of December). I received the present from my host mother (apples and nuts) already two weeks ago. But because I am not capable for assimilation in that case, I kept my presents for the 24th/25th.

To get more into the Christmas theme: Last Sunday I went with my host mother to a Christmas party from her family with aunts, uncles, cousins etc. There we had the common: Food, Cake, a Christmas tree, people who are singing Christmas carols and we did the secret Santa. I got a BPB-free drinking bottle and earrings. On our way there we drove by a big Christmas party for kids. I’ve just seen it from outside but the kids seemed to have fun with the jumping castles, face painting and balloon figures (also the ones who are sensitive to a lot of noise). Afterwards I was angry about myself because I didn’t talk to more people who were at the Christmas party. But still, it was very nice.

On the first weekend in advent Jacob and me went to Masaka to visit a friend who I already know since a longer time. He’s a German teacher at a Secondary School in Masaka and I’ve met him already 2013 in Germany. Even then he invited me to visit him in Masaka. Now I was able to take his invitation. His family was really tolerant with us, they waited with their lunch for us even we came 3 hours late! Embarrassing! His wife cooked so delicious for us. Master Deo drove us with his Moped through Masaka and showed us everything and in the evening we watched football together (e.g. Chelsea vs Tottenham) in a restaurant, which he organized for us. I was really happy that Jacob was with me; otherwise M. Deo wouldn’t have had anyone to talk to because I’ve no idea about football. On the next day M. Deo organized a family trip to the beach on which we could participate. Jacob finally learned the ugadan version from Maumau from the kids and we played on the playground. In the evening we made our way back to Kampala and for the second time in my life I crossed the Equator. We thank Master Deo and his family so much for the great weekend!

On the following weekend I invited Daphine to come to my home in Namuwongo for the first time. I met her in the city, later we walked to my organization and I showed her my working place. After the rehearsal of the choir we went to a concert. But we weren’t up to stay till the end. On the 2nd Advent Sunday came more visitors from Entebbe: the other three volunteers and our contact person Johannes from Germany. We visited a flower festival in our neighborhood. We got a tour through the garden. You could also buy strawberry plants and Christmas Stars! Keep your fingers crossed that my strawberry plant will soon bear fruits!

On the next weekend was the exchange visit. I slept for the first time at Daphines place and met her grandpa. On Sunday my host sister had a performance at her school, which I attended with my host mother. Afterwards we drove to the north of Kampala with my host sister. I had a nice chat with her husband who is very funny.

And then my last work week began with two day of Seminars in Entebbe. These seminars were really necessary, because it was good to talk with the other volunteers and Johannes and to get some things back in memory from our preparation seminars in Germany which already got in forgottenness.

On the 22.12. was the last big event at work; I had a Christmas concert with my little choir organized. If I look back it went well but with some things it would have been better if I would have agreed upon them better. During the seminars I noticed, that I have to try to work better in a team and walk to my colleagues more.

Wish you Merry Christmas!

Your Jenny

Ganz entspannt/ Totally relaxed

  1. November 2016

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Gegenwart:

Heute Morgen war ich ziemlich genervt, weil ich gestern mal wieder zu spät ins Bett gegangen und zu früh aufgewacht bin und mir nach dem Aufwachen aufgefallen ist, dass ich ja meine Wäsche waschen wollte. Das macht mir nämlich so langsam keinen Spaß mehr, aber was muss, das muss. Als dann noch meine Gastmutti meinte, dass ich meine Bettlaken/Überzüge waschen solle (Ursprünglich meinte sie, dass ich mein Bettzeug alle 4 Wochen waschen soll, da wär ich noch gut im Rennen gewesen, weil ich sie erst vor 3 Wochen gewaschen hatte; heute meinte sie dann aber, ich solle sie alle 2 Wochen waschen), war meine Laune richtig im Keller. Weil ich heute aber noch eine Verabredung hatte und ohnehin spät dran war, hab ich sie aber nicht gewaschen, das mach ich dann irgendwann nächste Woche vor der Arbeit (VOR !!! der Arbeit) Nach dem Wäschewaschen gab es dann erstmal Frühstück: heißen Kakao und Haferflocken mit Zucker und Zimt. Da war die Welt dann wieder in Ordnung, meine Gastmutti und ich haben ein wenig geschwatzt und sie hat mir und Joselin (meine Gastschwester) eine andere Sorte Bananen namens `Gonja`gezeigt, die ihr ein Freund geschenkt hatte. Ich glaube, ihr wisst gar nicht, wie viele Sorten Bananen es gibt! (Ich weiß es auch nicht). Diese Bananen werden jedenfalls geröstet und nicht gekocht, wie Matoke. Der erste Versuch von Joselin ging etwas ins Schwarze (siehe Foto), aber geschmeckt haben die Gonja-Bananen super, sie sind auch süß, aber anders süß. Ich hatte so eine schon mal beim Bäcker im Supermarkt gekauft, zuweilen gibt`s die auch am Straßenrand.

Nachdem ich meine Banane genüsslich verspeist hatte, lief ich zu meinem Arbeitskollegen, mit dem ich zu einer Feier anlässlich der Geburt des Kindes einer seiner Freunde gehen wollte. Ich hab mir mal ganz bewusst Zeit genommen, um mir mal wieder bewusst zu werden, in was für einem Paradies ich mich befinde und wie glücklich ich mich schätzen kann bei 30 Grad im November in Sandalen spazieren zu gehen. In letzter Zeit war ich zu oft zu hektisch unterwegs. Ich will nicht wieder in schlechte Gewohnheiten verfallen. Auf dem Weg ist mir dann noch ein großer, blau-schwarzer Schmetterling begegnet. Die schlechte Laune vom Morgen war verflogen. Dann ging`s mit dem Boda (bestes öffentliches Verkehrsmittel überhaupt, jemand sollte ein Bodaunternehmen in Deutschland gründen…Nico, wenn du das hier liest, DAS ist deine Geschäftsidee) ins Stadtviertel Mengo. Auf dem Weg ging es vorbei am Palast des Königs des Königreichs Buganda. Da fällt mir ein, dass ich demnächst mal was über die Geschichte Ugandas schreiben sollte, falls ich`s vergesse, erinnert mich bitte daran. Ich konnte auf dem Boda leider kein Foto von dem Palast machen, aber das hole ich nach.

Vergangenheit:

Letzten Sonntag habe ich den Nachbarn meines Vatis und seine Familie in Nsambya besucht, morgen fliegt er wieder nach Deutschland. Am Wochenende zuvor war ich in Entebbe. Unser einziger männlicher Freiwilliger Wieland hatte Geburtstag und Lexi hatte die famose Idee ihm eine Massage in einem Wellnescenter zu schenken. Es war eine Überraschung, er wusste nicht, wo wir ihn hinbringen. Ich habe von Samstag zu Sonntag bei Lexi und ihrer Gastfamilie geschlafen. Es war schön ihre Familie etwas besser kennenzulernen. Ihr Vater arbeitet im Labor und ihre Gastmutter ist Ärztin. Am Sonntag folgten wir der Einladung unserer Koordinatorin in ihre Kirche zu einem interkulturellen Fest. Jeder, der nicht aus Uganda kommt, sollte eine kurze Präsentation über Essen/Sprache/Kultur etc aus seinem Herkunftsland vorbereiten. Wir 4 Deutschen brachten dem Publikum ein paar Wörter in Deutsch bei, danach versuchten wir Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Uganda zu finden, weil man leider ja meistens nur auf die Unterschiede schaut. Einige waren z.Bsp: In beiden Ländern hat die Familie einen hohen Stellenwert, Fußball und Bier ist beliebt und sowohl in Deutschland, als auch in Uganda gibt es viele Konsumgüter wie Geschirr o.ä., die in China produziert wurden. Statt eines traditionellen Tanzes tanzten wir mit den Kirchenbesuchern eine Polonäse. Nach uns gab es eine Präsentation von Frauen aus der Demokratischen Republik Congo. Das war super interessant. Es waren auch Leute aus Ghana, Tanzania, Nigeria und aus anderen Ländern da und es hätte mich sehr interessiert ihre Präsentationen zu sehen, aber ich musste leider schon früher los, weil ich vor Einbruch der Dunkelheit in KLA (Kampala) sein wollte. Ich weiß nämlich leider so gut wie gar nichts über andere afrikanische Länder und ich hätte gern mehr über sie gelernt. Leider behandeln wir das gar nicht in der Schule. Ugandische Schüler lernen über europäische Geschichte, aber Deutsche Schüler lernen so gut wie nichts über afrikanische Geschichte (geschweige denn südamerikanische oder asiatische).

Auf dem Rückweg hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit meinem Sitznachbarn im Taxi. Nachdem er 10 Jahre als Finanzbeamter in einer Organisation arbeitete, übernahm er das Land seines Vaters im Nordwesten Ugandas und widmete sich der Landwirtschaft. Er produziert zurzeit Honig und Sesam. Durch ihn lernte ich nun auch einen anderen Deutschen kennen. Er arbeitet in einer Gartenschule, 30 Minuten zu Fuß. Ihr wisst ja vielleicht, dass ich mich sehr für Kräuter interessiere und es gab da soooo viele davon! Am 4. Dezember veranstaltet das Gartencenter ein Blumenfest, da bin ich dann auf jeden Fall dabei.

Letzte Woche konnte ich mir einen Traum erfüllen: Ich habe mir eine Gitarre gekauft. In den letzten Wochen habe ich das Gitarrespielen so sehr vermisst. Da habe ich mich über mich selbst gewundert, da ich in Deutschland schon lange nicht mehr Gitarre gespielt hatte. Aber irgendwie sehnte ich mich danach. Ich bin super happy mit der Gitarre und hab jetzt einen Schneider bei mir um die Ecke gefragt, ob er eine Tasche für sie nähen kann. Die ist jetzt schon fertig und ich kann sie am Montag abholen!

Über Arbeit will ich jetzt nichts groß sagen, aber ich bin meistens ziemlich kaputt, wenn ich nach Hause komme. Aber kaputt im positiven Sinn.

Zukunft:

Meine nächsten Pläne sind:

  • Adventskalender basteln
  • Weihnachtslieder auf der Gitarre üben und mit Joselin singen
  • Weihnachtsschmuck basteln, wenn möglich mit Joselin
  • Neue Oberteile kaufen
  • Haare schneiden lassen
  • Mehr Fotos von meinem Alltag machen

Ich will übrigens eine Serie mit Bildern von ugandischem Essen machen. Das heutige Essensfoto ist…..Trommelwirbel……KIKOMANDO, geschnittene Chapati (Chapati sind mega leckere Teigfladen, die die Inder nach Uganda gebracht haben) und Bohnen. Auf dem Foto seht ihr Kikomondo gemixt mit selbstgemachtem Sauerkraut. Es ist sehr praktisch, dass man hier ohne Probleme eigenes Essen mit ins Restaurant nehmen kann. Und als Nachtisch: Jackfruit, hatte ich in Deutschland bisher nur als getrocknete Variante aus dem Weltladen gegessen. Frisch is natürlich besser!

Danke für`s Lesen!

Bis bald, eure Jenny!

 

Hier die Übersetzung von Jelly, danke vielmals Jelly!!!/ And now Jelly`s translation, thanks so much, Jelly!

21st of november 2016

Present:

This morning I was really annoyed because last night I went to bed very late and I woke up too early. Right after I woke up I remembered that I had to wash my clothes. And with every time I lose the fun with it, but what can do, it has to be done. When my host mother told me that I should also wash my bedsheets today I was really annoyed and even more unmotivated (at the beginning she told me that I should wash my bedsheets once in a month; so I was still in time because I washed them three weeks ago for the last time; but today she said I am suppposed to wash them every two weeks). Since I had a meeting I didn’t wash them. I will do it somewhen next week before I go to work (BEFORE work). After I finally washed my clothes I had breakfast: a hot chocolate and oats with sugar and cinnamon. At this point everything was fine again; my host mother and I were chatting along nicely and she showed Joseline (my host sister) and me another type of bananas that a friend gave her, they are called `gonja` You can’t imagine how much different types of Bananas exist (even I can’t)! This type has to be roasted and not cooked, as Matoke. The first attempt by Joseline hit the black (see in the photo), but they tasted very good anyway. They are sweet as well bu t it’s a different taste of sweet. I bought some kind of these once in a supermarket, but they are also available on the street.

After I enjoyed my bananas, I walked to my collegue from work. Together we attended a celebration on the occasion of the newborn from one of his friends. I took some time to make myself aware again that I am situated in just a paradise and how lucky I am that I can walk around in sandals in November at 30 degrees. In the last few weeks I was just too hectic, I don’t want to get back to bad habits. On my way I met a big black-blue butterfly. At this point my bad mood from this morning was completely gone. With the Boda (best puplic transport ever; someone should open up a Boda-Business in Germany. Nico if you are reading this, THAT is your business-idea.) we made our way to to the area Mengo. On our way we came by the palace of the Kingdom of Buganda. Here it comes to my mind that I should write about the history of Uganda. Please remind me of that in case I should forget. I wasn’t able to take a picture of the palace on the Boda, but I will make up for it.

Past

Last Sunday I visited the neighbor of my father and his family in Nsambya, tomorrow he will fly back to Germany. On the weekend before, I went to Entebbe. Our only male volunteer Wieland had his birthday and Lexi got the brilliant idea to give him a massage in a wellnescenter as a gift. It was a surprise, he had no idea where we were leading him. I spent the night from Saturday to Sunday at Lexi’s and her host families house. It was nice to get to know her family a bit better. Her host father works in a laboratory and her mother is a doctor. On Sunday we followed the invitation from our coordinator to come to her church and celebrate an intercultural day. Everyone, who wasn’t Ugandan, was asked to make a little presentation about food/language/culture/… in their mother country. We, the four Germans, teached the audience a few words in German, tried to find some similarities between Germany and Uganda. Because most times you just concentrate on the differences. A few examples are: In both countries the family has a high significance, Football and beer are popular and in Germany as well as in Uganda are a lot of goods, e.g. dishes produced in China. Instead of a traditional dance we performed together with the audience a Polonaise. After us followed some women from the Democratic Repulic of Congo. It was really interesting. People from Ghana, Tanzania, Nigeria and other countries were there and I was really interested to get to see their presentations as well but I had to leave early because I wanted to reach KLA (Kampala) before darkness. I would have loved to learn something about these other countries because I nearly know nothing about them. Unfortunately we don’t learn anything about that in school. Ugandan Students are learning about European history but German students nearly don’t learn anything about African history (not to mention history of South America or Asia.)

On my way back I had a really interesting conversation with my seatmate in the taxi. After he worked as a finance adviser in an organisationfor ten years, he got a plot of land from his father in the northwest of Uganda and dedicated his life to agriculture. At the moment he is producing honey and sesame. Through his contact I got to know another German guy. He works in a gardenschool, 30 minutes from my organisation by foot. I visited him there. I learned that they are training landscape planner/architects there. They’ve got all herbs that one can think of. Some of you probably know that I am really inerested in herbs. So I felt like I am in paradise! On the 4th of December the gardencenter is havig a flower festival. I will definetely be there.

Last week I was able to make a wish of mine to come true: I bought myself a guitar. In the last weeks I missed it so badly to play the guitar. I was even wondering about myself because in Germany I didn’t play for a long time. But somehow I was craving for it. I am really happy with my guitar and I asked a tailor nearby if he can sew a bag for it as well. This bag is already finished and on Monday I can get it!

About my work I won’t say that much, but I can say that I am always really tired when I come home…in a positive way!

Future

My next plans are:

making an advent calendar
learning christmas carols on my guitar with Joseline
making christmas crafts, if possible with Joseline
buying new tops/clothes
cutting my hair
making more pictures of my daily life

I want to make a series with pictures of Ugandan food. The photo from today shows….Kikomando: Chapatti, cutted in little pieces (Chapatti are delicious flatbread which the Indians brought to Uganda) and beans. On the picture you can see Kikomondo mixed with selfmade Sauerkraut(raw cabbage). It’s really nice that you can bring your own food without any problems in a restaurant. And as dessert: Jackfruit. In Germany, I`ve eaten it only once in dry form. Of course, fresh is better!

Thank you for reading!

See you soon,

Jenny